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Quellen

Weckruf der Aktionärsvertreter

Er kommt spät, aber nicht zu spät. Der Weckruf der Aktionärsvertreter.
Den Anfang machte vor einigen Tagen die US-Aktionärsvereinigung Institutional Shareholder Services (ISS), in dem sie ihren Kunden dringend empfahl, auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank nicht für eine Entlastung des Deutsche Bank Vorstandes zu stimmen.
Ähnlich äußerte sich Glass, Lewis & Co, die laut eigenen Angaben über 1.000 Kunden berät, darunter die Mehrheit der weltweit größten Pensionspläne, Investmentfonds und Vermögensverwalter.
Nur einen Tag später schlossen sich die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und IVOX dem Misstrauensvotum gegen den Deutsche Bank Vorstand an.
Besonders deutlich artikulierte sich ISS. Dabei kritisierten sie scharf die Verzögerungstaktik der Deutschen Bank bei der Aufklärung der Betrügereien um den Euribor/Libor-Skandal. Erst dieses Verhalten, dass schließlich durch den Vorstand der Deutschen Bank zu verantworten war, führte schlussendlich zu der höchsten Strafe von 2,5 Mrd. Dollar.
Im weiteren spricht es gegen die Statuten von ISS einem Vorstand, dessen Vorsitzender in einem Strafprozess vor Gericht steht die Entlastung zu gewähren. ( Quelle: ➥ )
Das nun endlich auch die Aktionäre rebellieren, ist angesichts der nichtabreißenden Meldungen über das massive Fehlverhalten der Deutschen Bank absolut konsequent aber auch überfällig.
Denn schließlich zahlen auch die Anteilseigner seit Jahren mit einer dürftigen Dividende, einem miesen Aktienkurs und einer sich ständig verschlechternden Reputation der Deutschen Bank, die Zeche für die kriminellen Aktivitäten des immer noch größten deutschen Geldhauses.
Zudem ist nicht erkennbar, dass der aktuelle Vorstand, insbesondere die beiden Vorsitzenden Jürgen Fitschen und Anshu Jain bereit sind, ihren hochtrabenden Worten über einen Kulturwandel bei der Deutschen Bank, auch Taten folgen zu lassen.
Ganz im Gegenteil wird weiter, so auch in den auf 263stgb.com beschriebenen Fällen, eine Aufklärung verhindert, Vorwürfe abgewiegelt, selbst diskrete Lösungsangebote ignoriert und die Konfrontation und Eskalation verschärft.
Kommt es am 21.05. zur Hauptversammlung in Frankfurt tatsächlich zum Eklat und wird dem Vorstand der Deutschen Bank keine Entlastung für das vergangene Geschäftsjahr erteilt, ist dies gleichbedeutend mit einem Vertrauensentzug der Anleger. Der Aufsichtsrat kann dies zum Anlass nehmen, Mitglieder des Vorstandes abzuberufen.
Klar ist, dass die Führungsetage der Deutschen Bank nun mit aller Kraft Klinken putzen geht, um das kritische Abstimmungsverhalten zu beeinflussen und für den 21.05. das Schlimmste zu verhindern.
Das der Deutschen Bank dies gelingen wird, kann angezweifelt werden. Denn schon am kommenden Dienstag berichtet das Politikmagazin Report Mainz über einen weiteren ungeheuerlichen Skandal der Deutschen Bank.
Fernsehtipp: Dienstag, 12.Mai, 21.45 Uhr, ARD, Report Mainz.

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