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Mit Fitschen wieder ein CEO der Deutschen Bank vor Gericht

Das Medieninteresse wird riesig sein. Ab 28.04.15 beginnt vor dem Landgericht München der Prozess gegen Jürgen Fitschen, den aktuellen Vorsitzenden des Vorstandes der Deutschen Bank, und vier weitere Ex-Manager der Deutschen Bank.
Diese Meldung hat einen eigenen Beitrag auf 263stgb.com verdient, weil es auch in dem Münchner Verfahren um den Vorwurf des versuchten Prozessbetruges geht.

Die Deutsche Bank hatte lange gegen Leo Kirch und nach seinem Tod gegen seine Erben prozessiert. Es ging um die Verantwortung der Deutschen Bank an der Insolvenz des Medienimperiums von Leo Kirch.
Schon Josef Ackermann, bis 2012 Chef der Deutschen Bank, hätte diese Kapitel gern mit einem 800 Millionen Euro Vergleich beendet. Aber damals gab es in den Gremien der Deutschen Bank dafür keine Mehrheit.
Im Februar 2014 sah dies schon etwas anders aus. Aber wahrscheinlich nur, weil die damals schon in Sachen Prozessbetrug der Deutschen Bank ermittelnde Münchner Staatsanwaltschaft gedroht hat die Ermittlungen auf den gesamten Vorstand auszuweiten. Das wollte u.a. Herr Anshu Jain, aktueller Co-CEO mit Jürgen Fitschen gemeinsam, vermeiden und initiierte den abschließenden Vergleich mit den Kirch-Erben über insgesamt 925 Millionen Euro. ()

Dieser Vergleich beendete zwar alle parallelen Prozesse, die Kirch gegen die Deutsche Bank anhängig gemacht hatte, aber eben nicht die Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft.
Die ermittelnde Oberstaatsanwältin Serini hatte schließlich in einer über 600 Seiten starken Anklageschrift Anklage wegen versuchten Prozessbetruges in besonders schweren Fall erhoben. Die Anklage wurde nun durch den zuständigen Richter Noll am Landgericht München zugelassen.

In dem Video liefert die ARD-Tagesschau am 02.03.15 eine erste, kurze Einschätzung zu dem Thema.

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass die hier auf 263stgb.com detailliert beschriebenen Vorgänge ebenfalls per Strafanzeige anhängig sind. Die Oldenburger Staatsanwaltschaft hat die Anzeige wegen Prozessbetruges der Deutschen Bank gegen Jürgen Fitschen, Anshu Jain und drei weitere Beschuldigte noch immer in Bearbeitung.
Der wirklich erhebliche Unterschied zum Fall Leo Kirch ist allerdings, dass es hier um den Vorwurf des massenhaften Betruges geht.
Die Deutsche Bank lässt es offenbar zu, dass der Prozessbetrug systematisch eingesetzt wird.

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