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Fitschen jammert über seine Unschuld

Am 28.04. beginnt in München der Strafprozess gegen fünf Top-Manager der Deutschen Bank, u.a. den aktuellen CEO Jürgen Fitschen, wegen des versuchten Prozessbetruges in einem besonders schweren Fall.
Immer mehr füllen sich die Gazetten mit Berichten zum Thema.
Betrachtet man die schwere der Tat und schaut man zudem auf die Akteure, nämlich allesamt Manager aus der Vorstandsriege des größten deutschen Kreditinstitutes, dann ist es ehr noch verwunderlich, dass die Lautstärke und Tonlage so gering ist.
Immerhin, hier wurde durch die Staatsanwaltschaft akribisch über Jahre ermittelt und unter anderem Unterlagen aus mehreren Hausdurchsuchungen verwendet. Die Anklageschrift, über 600 Seiten stark, deutet auf einen systematischen Betrug an der Justiz hin.
Mit diesen Vorzeichen ist all das was aktuell zu lesen ist, ehr als zurückhaltende Berichterstattung anzusehen.

Dagegen verwundert es doch sehr, wenn einer der Angeklagten, der aktuelle CEO der Deutschen Bank Jürgen Fitschen, in einem Stern-Interview sich als Unschuldsjunge präsentiert. ()

Ich war ja aufrichtig



liest man da im Stern und wundert sich über die Naivität eines der wichtigsten Unternehmenslenker in Deutschland.

Und ich verstehe den Vorwurf nicht: Hätte ich den anderen verbieten sollen, ihre Sicht der Ereignisse vorzutragen?



Kaum zu glauben, auch das gibt Fitschen zum Besten. Versteht der Mann noch nicht einmal seinen Aufgabenbereich? Über 6 Millionen Euro erhält dieser Herr im Jahr als Gehalt und schafft es nicht, sich ein umfassendes Bild über die Aussagen seiner Mittäter zu machen? Peinlicher geht es doch wohl kaum?

Aber dann kommt auch gleich die nächste Salve der Erkenntnis aus dem Munde dieses Top-Managers:

Ich hätte mich mit einem Vergleich nicht gut gefühlt. Ich habe ein Grundvertrauen in die Justiz und bin zuversichtlich.



Ja, Herr Fitschen, das Vertrauen können Sie haben.
Und jeder der sich im Gerichtssaal schon einmal gegenüber Anwälten der Deutschen Bank gesehen hat, versteht Ihr Grundvertrauen in die Justiz.

Denn die selbe Justiz, die Sie doch sehr wahrscheinlich auch im Fall Kirch getäuscht haben, urteilt tendenziös nur zu gern für die Deutsche Bank.

Also, verlassen Sie sich ruhig auf “Ihre Justiz”.
Die vielen Hundert Anleger die durch Ihre Deutsche Bank und durch Ihr Nichtstun doppelt betrogen wurden, die haben das Vertrauen in die Justiz tatsächlich längst verloren.
Diese Menschen sind in großen Teilen ruiniert, ihrer Existenz beraubt und durch Ihre Deutsche Bank ausgeplündert worden.
Auch diese Menschen hatten mal Vertrauen in die Justiz, bevor sie das Vertrauen in Ihre Deutsche Bank verloren haben, Herr Fitschen.

Und dann kommt Fitschen schließlich noch mit diesem armseligen Spruch:

Das Fatale ist, dass einen manche schon vorverurteilen



Nein Herr Fitschen, wir vorverurteilen nicht, wir interpolieren. Wir rechnen hoch, wenn Sie verstehen was das bedeutet.
Wer nämlich trotz detaillierter Informationen, die Ihnen seit fast einem Jahr vorliegen, nicht reagiert und einen hundertfachen Prozessbetrug in seinem Verantwortungsbereich einfach so weiterlaufen lässt und ihn damit autorisiert, dem trauen wir auch die Unverfrorenheit zu, ein deutsches Gericht persönlich zu täuschen.
Schämem Sie sich, stellen Sie sich Ihrer Verantwortung und hören Sie auf zu jammern. Das macht Sie noch lächerlicher!

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