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Quellen

Gibt es nun auch schon Ermittlungen der BaFin?

Bereits im März hat die BaFin Informationen zum Prozessverhalten der Deutschen Bank und dem Vorwurf des Prozessbetruges der Deutschen Bank erhalten. Die BaFin informiert laut eigenen Angaben nicht über ihre Ermittlungen.

Da aber in der Zwischenzeit die Deutsche Bank in keiner Weise reagiert hat, die Bank am arglistig falschen Sachvortrag in den Zivilverfahren festhält und offenbar auch das vollständig informierte Management der Deutschen Bank keinerlei Anzeichen in Bezug auf regeltreues Verhalten zeigen, war es dringend geboten, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erneut zu informieren.

Im Volltext hier nun das vollständige Anschreiben vom 02.07.2015. Die zwei in dem Brief benannten Mandanten sind in dieser Veröffentlichung anonymisiert.

 

 

Nochmalige Bitte um Aufnahme von Ermittlungen zum systematischen Prozessbetrug der Deutsche Bank AG und Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG (Deutsche Bank)

 

Sehr geehrte Frau Menke,

der Unterzeichner möchte Sie – auch unter der Maßgabe, daß nach Medienäußerungen des Leiters der BaFin die BaFin auch dann tätig werden müsse, wenn Fehlverhalten einer Bank Verbraucher schädigt – nochmals um eine Stellungnahme zu den von uns erhobenen Vorwürfen des hunderte von Rechtsstreiten betreffenden Prozessbetrugs der Deutschen Bank bitten.

Denn bislang haben wir nicht den Eindruck, daß die BaFin überhaupt in irgendeiner Weise tätig ist. Wir erwägen deshalb nunmehr sehr entschieden, die US-Behörden, d.h. nicht nur die SEC, sondern insbesondere die Direktorin des Financial Crimes Enforcement Network, Frau Jennifer Shasky Calvery einzubeziehen, welche ohnehin seit längerem gegen die Deutsche Bank ermittelt (u.a. weil der Verdacht besteht, daß die Deutsche Bank über ihre US-Tochter Gelder des früheren Ukrainischen Präsidentendiktators Janukovich in Milliardenhöhe gewaschen hat). Denn einige unserer Mandanten sind US-Staatsbürger und leben auch in den USA, so daß auch dort Klagen gegen die Deutsche Bank erhoben werden könnten.

Der Stand der Dinge ist wie folgt:

 

more information can you buy modafinil in canada I. Post für die Aufsichtsräte und Vorstände der Deutschen Bank mit Informationen über diese Fälle wurde offenkundig zurückgehalten, die Erklärung des Aufsichtsratsvorsitzenden Achleitner auf  der Hauptversammlung vom 21.05.15 hierfür war offensichtlich falsch

 

Wir haben in der Zwischenzeit sämtliche Aufsichtsräte und Vorstände der Deutschen Bank umfassend informiert. Der Unterzeichner hatte diesbezüglich am 29.06.2015 ein – allerdings sehr kurzes – Gespräch im Zug mit dem jedoch auf seine Rechtsabteilung verweisenden Aufsichtsrat Frank Bsirske.
In einem der laufenden Rechtsstreite hatten wir zuvor sämtlichen Aufsichtsräten und Vorständen den Streit verkündet, nachdem wir feststellen mussten, daß unsere außergerichtlichen Schreiben ungeöffnet mit dem Stempel zu uns zurück kamen, daß man die von uns Angeschriebenen innerhalb der Bank nicht finden könne.

Nachdem wir diesen Vorfall auf der Hauptversammlung am 21.05.2015 angesprochen und um Aufklärung gebeten hatten (siehe das entsprechende Video auf der website 263StGB.com ), hatte Herr Achleitner erklärt, es handle sich um ein Versehen der Poststelle, die Schreiben seien aber inzwischen zugestellt worden. Das aber ist unmöglich, da die Schreiben ja an uns zurückgegangen waren.
Wir haben deshalb den Verdacht, daß die Rechtsabteilung der Deutschen Bank – nachdem sie zuletzt im Libor-Skandal durch ihr „Mauern“ die englischen und US-Behörden stark verärgert und dadurch die Deutsche Bank sehr viel Geld gekostet hatte – versucht, den Aufsichtsräten und Vorständen die für die Beurteilung des von uns vorgeworfenen Sachverhaltes erforderlichen Informationen vorzuenthalten.

 

II. Die Einschätzung angesehener Rechtswissenschaftler und Juristen wie in der Sendung „Report Mainz“ vom 12.05.2015 wiedergegeben, ist eindeutig

 

Deshalb gaben wir allen Vorständen und Aufsichtsräten wie auch hiermit Ihnen, sehr geehrte Frau Menke, diese abschließende Information über die enorme Brisanz, die diese Prozessbetrugsfälle nicht nur für die – ohnehin international wie national schwer beschädigte – Reputation der Deutschen Bank, sondern auch für die Vorstände und Aufsichtsräte persönlich haben.

Weitere Details können Sie auf der website 263StGB.com nachlesen, oder in aller Kürze in der ARD-Sendung Report Mainz vom 12.05.2015 nachsehen:
Die gesamte Sendung ist auf der website von 263StGB.com nachzusehen über diesen Link nachzusehen:

 

III. Information zur Streitverkündung im Rechtsstreit S. v. Deutsche Bank

1.

Nicht nur die formale Antwort des Herrn Achleitner, die an uns zurückgesandte Post sei den Vorständen und Aufsichtsräten inzwischen vorgelegt worden, ist evident falsch. Sondern auch die in der Sache selbst von Herrn Stefan Krause gegebene Antwort, wann in den von uns betreuten Rechtsstreiten die Darlehensverträge zustande gekommen seien, sei eine Rechtsfrage, ist falsch.

Wann ein Darlehensvertrag zu laufen beginnt und wann die Zinsbindung beginnt, sowie wann die Deutsche Bank ein Darlehen taggenau refinanziert haben muß, sind Tatsachenfragen, die der Beweisaufnahme zugänglich sind. Wir können zwar nachvollziehen, wie die Rechtsabteilung versucht, die Aufsichtsräte und Vorstände in die Irre zu führen, nämlich mit der jedem Juristen geläufigen Floskel, daß Verträge durch Angebot und Annahme zustande kommen, und daß dieses die Antwort auf die Rechtsfrage ist, wie Verträge zustande kommen.

Um eine solche abstrakte und durch Gerichte nicht aufzuklärende Rechtsfrage (iura novit curia) geht es aber in diesen Fällen gar nicht. Sondern es geht um die Frage, was im konkreten Falle das Angebot, und insbesondere: was die Annahme ist, konkret: Ist die Einräumung des Kontokorrentkredites als Reaktion auf das Angebot zum Abschluß eines Darlehensvertrages (wie von der Deutschen Bank den Kunden korrekt mitgeteilt), die Annahme des Vertragsangebotes durch schlüssiges Verhalten?

Wir beziehen uns insoweit wohlgemerkt auf die schriftlichen Informationen, die die Deutsche Bank ihren Kunden mit den Darlehensverträgen selbst und mit den sogenannten Darlehensbestätigungsschreiben gab, mit welchen die Darlehensnehmer über den Vertragsschluß nachträglich informiert wurden (denn sie selbst hatten wegen der von ihnen erteilten Vollmachten mit dem Vertragsschluß in diesen Fällen nichts zu tun).

Und wir beziehen uns auf das Ergebnis von zahllosen Beweisaufnahmen, wonach die von der Deutschen Bank so mitgeteilten Daten korrekt sind und die Laufzeit des Darlehens sowie die Zinsbindung jeweils am Tage der Einräumung des Kontokorrentkredites, also mit der Auszahlung der Valuta begann – genau wie den Kunden mitgeteilt.

Denn die Einräumung des Kontokorrentkredites geschah nicht „einfach so“, sondern mit dem Rechtsbindungswillen der Deutschen Bank, das Angebot des bevollmächtigten Treuhänders zum Abschluß des Darlehensvertrages durch Erfüllung anzunehmen.
Die Deutsche Bank hingegen behauptet in ausnahmslos allen gerichtlichen Verfahren, die Daten in den Darlehensverträgen und die damit korrespondierenden Mitteilungen in den Darlehensbestätigungsschreiben an die Kunden seien leider allesamt falsch.

In Wahrheit

1. habe die Laufzeit des Darlehensvertrages und die Zinsbindung erst begonnen, als den Kunden die Vertragsunterlagen zugingen, die Einräumung der Kontokorrentkredit sei ohne Rechtsbindungswillen geschehen, nämlich „einfach so“.

Und auf die Frage, wieso denn angeblich schon Monate vor dem von der Deutschen Bank behaupteten Vertragsschluss die Darlehensvaluta ausgezahlt und hierauf Zinsen vereinnahmt wurden, antwortete sie:

2. Es handle sich bei den Auszahlungen um „Vorabauszahlungen“ auf noch gar nicht geschlossene Darlehensverträge, die jederzeit wieder von den Empfängerkonten (bei völlig anderen Banken) hätten zurückgebucht werden können (zu den angeblich „vertragslosen“ Zinszahlungen hat sie sich bis heute nicht geäußert).

Sowohl die erste Behauptung ist eine vorsätzlich falsche Tatsachenbehauptung und damit ein Prozessbetrug, als auch die zweite Behauptung, wie die von den Gerichten durchgeführten Beweisaufnahmen ergeben haben:

  1. Ausnahmslos alle Bankmitarbeiter wie auch die Mitarbeiter der Treuhänderfirmen haben bestätigt, dass mit der Einräumung des Kontokorrentkredites für den Zugriff der insoweit ja ausdrücklich bevollmächtigten Treuhänder die Laufzeit des Darlehens und die Zinsbindung, usw. stattfand = der Vertrag also geschlossen wurde (wohlgemerkt: Die Darlehensnehmer selbst hatten ja gerade nichts mit dem Vertragsschluss zu tun haben sollen, sondern gem. §§ 164ff BGB die Abgabe der dafür erforderlichen Willenserklärungen auf den Treuhänder delegiert).
  2. Auszahlungen von Darlehensvaluta ohne Vertragsschluss seien (natürlich) unzulässig gewesen, und
  3. „Vorabauszahlungen“ auf gar nicht existierende Darlehensverträge habe es niemals gegeben.

Inzwischen haben die Oberlandesgerichte Oldenburg, Hamm, Düsseldorf und Brandenburg (allesamt mit rechtskräftigen Entscheidungen) in ihren Urteilen gegen die Deutsche Bank festgestellt, ihr Vortrag sei “unglaubhaft”, bzw. “nicht nachvollziehbar”, „widersprüchlich”, usw.).

Das LG Wiesbaden wirft der Deutschen Bank entweder schlampige Prozessführung oder alternativ den „Versuch, das Gericht zu täuschen“ vor.
Wegen des oben dargestellten Verhaltens der Deutschen Bank, das offenbar darin kulminiert, die Aufsichtsräte und Vorstände entweder falsch zu informieren, oder für sie bestimmte Informationen abzufangen, haben wir allen 33 Aufsichtsräten und Vorständen der Deutschen Bank zuerst im Falle S. gegen Deutsche Bank (Az. 23 U 75/11 des OLG Frankfurt) den Streit verkündet.

Damit wird sichergestellt, daß sämtliche Aufsichtsräte und Vorstände endlich vollumfänglich informiert werden und sich positionieren können. Denn positionieren müssen sie sich schon aufgrund ihrer compliance Verpflichtungen.
In dem von uns für Frau S. geführten Rechtsstreit kam der Darlehensvertrag am 31.12.1991 zustande, nämlich durch Einräumung des Kontokorrentkredites in voller Darlehenshöhe. Weil an diesem Tage die Deutsche Bank aber noch keine notarielle Vollmacht hatte (sondern sie erst irgendwann im Februar 1992 erhielt) sah sie sich veranlasst, das Gericht zu belügen und (unter Ausblendung der Tatsache, dass hier ein Vollmachtsgeschäft vorliegt, wonach der Darlehensnehmer selbst gar nichts mit dem Vertragsschluss zu tun hatte), die obigen falschen Tatsachenbehauptungen aufzustellen und zu erklären, ihre schriftlichen Informationen für Frau S. seien bedauerlicherweise alle falsch, der Vertragsschluss sei erst mit Zugang der Unterlagen beim Kunden erfolgt.

2.

Es kommt jetzt also bei der vom OLG Frankfurt veranlassten, am 17.07.15 beim sogenannten „ersuchten Richter“ vor dem AG Albstadt durchzuführenden Beweisaufnahme darauf an, welche Tatsachenbehauptung zum Darlehensvertragsschluß wahr ist, und welche falsch:

  • „Zugang der Unterlagen beim Kunden“ (das war im Falle S. erst am 18.04.1992)?, oder
  • „Einräumung des Kontokorrentkredites“ (das war im Falle S. am 31.12.1991, da lag aber noch keine Vollmachtsausfertigung vor, die allein einen wirksamen Vertragsschluss hätte bewirken können)?

Ergibt die Beweisaufnahme, dass unser (sowohl mit der von der Deutschen Bank selbst stammenden Urkundslage als auch mit den Aussagen aller bisher vernommenen Deutsche Bank Mitarbeiter übereinstimmender) Tatsachenvortrag zutrifft, dann liegt damit zwangsläufig ein Prozessbetrug der Deutschen Bank vor, und zwar nicht nur in diesem Einzelfalle unserer Mandantin S., sondern in allen hunderten von Rechtsstreiten die in diesen Vollmachtsfällen anhängig waren und/oder anhängig sind.

Denn die falschen Tatsachbehauptungen der Deutschen Bank sind überall dieselben.

Auch am Vorsatz kann insoweit keinerlei Zweifel bestehen.

Denn die Deutsche Bank – handelnd durch ihren internen Justitiar Dr. Hertel und ihren externen Rechtsanwalt Dr. Salger (welcher für wechselnde Rechtsanwaltskanzleien tätig war) – hatte ursprünglich in diesen Vollmachtsfällen wahrheitsgemäß vorgetragen, dass die Kunden durch Übersendung der Vertragsunterlagen nur noch nachträglich über den durch den Bevollmächtigten herbeigeführten Vertragsschluss „informiert“ wurden.

Erst als ihr auffiel, daß sie an diesem wahren Tage des Vertragsschlusses in sehr vielen Fällen keine Vollmachten hatte, so daß alle Vertragsschlüsse unwirksam waren, änderte sie in ausnahmslos allen Fällen (deshalb sind es jetzt hunderte von Prozessbetrugsfälle) ihren Sachvortrag ab.

Zuerst erklärte sie, die Daten auf den Verträgen seien bloß die Daten, an welchen die Verträge „vorbereitet“ worden waren. Da das offenkundiger Unfug ist (wer informiert schon seine Kunden darüber, wann ein Vertrag bloß „vorbereitet“ wurde?), änderte sie sodann ihren Vortrag erneut und behauptete, die Verträge seien erst unterzeichnet worden, als sie endlich Vollmachten hatte; sie seien aber dann „rückdatiert“ worden. Bei dieser Lüge hatte sie übersehen, daß dies ja wiederum zu einem Vertragsschluß am angeblich „rückdatierten“ Datum führte, also zu einem unwirksamen Vertragsschluß, weil an diesem Tage keine Vollmacht vorlag.

Und schließlich behauptete und behauptet sie in völliger Abkehr von ihren eigenen schriftlichen Informationen an ihre Kunden, aber auch in völliger Abkehr von ihrem eigenen früheren wahrheitsgemäßen Vortrag (und unter Ignorierung der §§ 164 ff BGB), die Verträge seien erst durch Zugang der Unterlagen beim Kunden geschlossen worden, d.h.: erst an diesem Tage habe die Laufzeit des Darlehens und die Zinsbindung begonnen – und verstrickte sich bei der Beantwortung der damit provozierten Frage, wieso dann schon Monate vorher ausgezahlt und Zinsen kassiert worden seien, in den nächsten, noch dümmeren Prozessbetrug, als sie erklärte, das seien „unverbindliche Vorabauszahlungen“ gewesen.

3.

Am 19.05.2015 verkündete das OLG Frankfurt in der Sache S. v. Deutsche Bank einen Beweisbeschluß, gemäß dem jetzt am 17.07.15 unter anderem die entscheidenden folgenden Fragen zu beantworten sind:

  • wäre die Auszahlung von dem Konto unter dem 31.12.1991 zulässig im Sinne bankinterner Anweisungen, wenn noch kein Darlehensvertrag geschlossen worden wäre?
  • Begann die Laufzeit des Darlehensvertrages und die Verzinsungspflicht bereits am 31.12.1991?
  • Kann der Beginn der Darlehenslaufzeit und der Verzinsungspflicht sicher aus dem Darlehensbestätigungsschreiben entnommen werden?
  • Musste die Beklagte ihr Kreditrisiko für den Zwischenfinanzierungsvertrag am 31.12.1991 refinanziert haben?
  • Wurden bei der Beklagten seinerzeit Rückdatierungen von Darlehensverträgen vorgenommen, und, falls ja, war ein solches Vorgehen i Sinne etwaiger bankinterner Weisungen zulässig?
  • War es bei der Beklagten seinerzeit üblich, die bloße Vorbereitung von Darlehensverträgen mit einem Datum und einer Unterschrift zu versehen?
  • Gab es seinerzeit mit den Drittempfängern der Darlehensvaluta Vereinbarungen, wonach Auszahlungen nur unter dem Vorbehalt der Rückforderung erfolgten für den Fall, dass der Darlehensvertrag nicht zustande kommen würde?
  • Sollten die Darlehensnehmer bei den über eine Treuhänderin oder Abwicklungsbevollmächtigte präsentierten Darlehensverträgen aus Sicht der Beklagten etwas mit dem Darlehensvertragsschluss zu tun haben, oder lag die ausschließliche Zuständigkeit hierfür ausschließlich bei der Bevollmächtigten?
  • Erfolgte die Übersendung der Darlehensverträge mit den Darlehensbestätigungsschreiben an die Darlehensnehmer selbst nur noch nachträglich informationshalber?

Jede einzelne Frage ist bereits aufgrund von Beweisaufnahmen in einer Vielzahl anderer Fälle beantwortet worden, und zwar mit dem Ergebnis, dass der Vertragsschluss natürlich durch die „Einräumung des Kontokorrentkredites“ erfolgte, also nicht erst mit „Zugang der Unterlagen beim Kunden“.

Aber noch nie sind diese einzelnen Fragen allesamt in ein und demselben Rechtsstreit aufgeklärt worden. Besondere Brisanz erfährt dieser Fall unserer Mandantin S. dadurch, dass die Deutsche Bank eine vorangegangene Vollstreckungsgegenklage aufgrund eben des hier vorgeworfenen Prozessbetruges der Deutschen Bank beim Kammergericht Berlin gewonnen hatte, weil ein in wirtschaftlichen, insbesondere Banksachen unkundiges Gericht damit befasst war und allen Ernstes glaubte, dass es bei der Deutschen Bank „Vorabauszahlungen“ auf gar nicht existierende Darlehensverträge gab.

Auch jener Prozessbetrug wird durch die hier durchzuführende Beweisaufnahme also aufgeklärt werden, mit nicht absehbaren Konsequenzen für die Deutsche Bank.

 

IV. Information zum Rechtsstreit F. v. Deutsche Bank

 

Dieser Rechtsstreit ist in zweierlei Hinsicht von besonderer Brisanz. Er ist zum Az. VI ZR 342/14  wegen Prozessbetruges beim BGH anhängig. Und der Mandant, Herr Robert F. ist schwer krank. Auch dort haben wir die Vorstände und den Aufsichtsrat vorab wie folgt informiert:

1.

In einem Vollstreckungsgegenklagerechtsstreit, den wir im Jahre 2009 vor dem OLG Bamberg für Herrn F. gegen die Deutsche Bank führten, behauptete die Deutsche Bank unter Beweisantritt, ihr habe rechtzeitig bei Darlehensvertragsschluss am 30.12.1991 eine Vollmachtsausfertigung vorgelegen, anhand derer sie die Bevollmächtigung des so genannten Treuhänders überprüft haben, nur leider habe man kein Übersendungsschreiben mehr.

Die beiden vernommenen Zeugen Conzelmann und Scheck erklärten beide, dieses sei so gewesen. Das OLG Bamberg hielt daraufhin fest, dass nach seiner Überzeugung am Tage des Vertragsschlusses, nämlich am 31.12.1991 die Deutsche Bank ordnungsgemäß die Bevollmächtigung des so genannten Treuhänders überprüft habe.

2.

Danach forderte das OLG Düsseldorf in einem anderen Rechtsstreit die Deutsche Bank auf, nicht weiter zu “mauern” und endlich alle bei ihr vorhandenen Übersendungsschreiben vorzulegen.

Daraufhin übergab die Deutsche Bank – vermutlich versehentlich- auch das Übersendungsschreiben für den Fall des Herrn F. Dieses stammte vom 06.02.1992, so dass ausgeschlossen war, dass die Deutsche Bank bereits am 30.12.1991 die Bevollmächtigung des Treuhänders überprüft hatte.

Der Rechtsstreit lag inzwischen dem BGH vor, der darauf verwies, dass er diesen neuen Tatsachenvortrag nicht mehr zur Kenntnis nehmen könne, deshalb eine so genannte Restitutionsklage zu erheben sei.

Diese Klage erhoben wir vor dem OLG Bamberg unter Übergabe des Übersendungsschreibens vom 06.02.1992.

Denn in der Zwischenzeit hatte die Deutsche Bank ihren Sachvortrag geändert und behauptet, die dem Darlehensnehmer von der Deutschen Bank mitgeteilten Daten seien bedauerlicherweise allesamt falsch, der Darlehensvertrag sei erst mit Zugang der Unterlagen bei Herrn F. zustande gekommen, die vorher erfolgte Auszahlung der Valuta sei – wie die Deutsche Bank behauptet hatte – eine “Vorabauszahlung” gewesen.

Diesem offensichtlichen Prozessbetrug ging das OLG Bamberg auf den Leim und verkündete in einem Urteil aus dem Jahr 2011, dass der Darlehensvertrag nicht am 30.12.1991 durch Einräumung des Kontokorrentkredites und Auszahlung der Valuta zustande gekommen sei, sondern erst Monate später durch Zugang der Vertragsunterlagen bei Herrn F. (obwohl dieser ja nur noch nachträglich über den von seinem Treuhänder zu bewirkenden Vertragsschluss informiert werden sollte).

3.

Schließlich fanden von Februar 2014 bis Mai 2014 vor dem OLG Oldenburg in zahlreichen Parallelfällen umfangreichste Beweisaufnahmen – auch unter Einvernahme der Zeugen Conzelmann und Scheck – statt.

Dabei stellte sich heraus, dass in der Tat die Laufzeit der Darlehensverträge und die Zinsbindung jeweils am Tage der Einräumung des Kontokorrentkredites, wie den Darlehensnehmern von der Deutschen Bank korrekt nachträglich mitgeteilt, zustande gekommen war, und dass es – natürlich – keine Vorabauszahlungen auf noch gar nicht geschlossene Darlehensverträge gab und gibt.

Daraufhin erhoben wir erneut Klage für Herrn F., dieses Mal wegen Prozessbetruges gem. § 826 BGB. Das OLG Bamberg meinte dieses Mal in seinem Urteil aus dem Jahr 2014 aus Gründen, die wir nicht nachvollziehen können, über die wir also nur Vermutungen anstellen können, die aber jedenfalls rechtlich absolut unvertretbar sind, es bleibe bei den früheren Entscheidungen, weil wir immer dasselbe vorgetragen hätten.

Die Sache liegt nunmehr dem Bundesgerichtshof zum Az. VI ZR 342/14 vor.

Wir haben die Vorstände und Aufsichtsräte gerade in dieser Sache mit allem Nachdruck aufgefordert, umgehend beim Bundesgerichtshof klarzustellen, dass

  • bei der Deutschen Bank keine Darlehensbeträge ausgezahlt werden, ohne dass ein Darlehensvertrag geschlossen ist,
  • im konkreten Falle des Herrn F. die Laufzeit des Darlehensvertrages und die Zinsbindung am 30.12.1991 begann und
  • der entgegenstehende Sachvortrag der Deutschen Bank in den bisher gelaufenen
    Rechtsstreiten falsch war.

Die Besonderheit dieses Falles besteht darin, dass wegen der schweren Herzerkrankung des Herrn F. inzwischen Lebensgefahr besteht, so dass wir für den Fall, dass die Vorstände und Aufsichtsräte auch hier nicht gewillt sind, ihrer compliance Verpflichtung zu genügen und Herr F. entweder an seiner Gesundheit oder gar an seinem Leben beschädigt würde, auch alle strafrechtlich in Betracht kommenden Möglichkeiten gegen die Vorstände und Aufsichtsräte ausschöpfen würden. Dass Herr F. jedes Mal, wenn er den schriftsätzlichen Falschvortrag der Deutschen Bank lesen muss, erheblichst belastet wird, bedarf keines Kommentars.

 

Ich würde mich freuen und halte es im Übrigen für eine Ihr Haus treffende Amtspflicht, sehr geehrte Frau Menke, wenn Sie mir entweder mitteilen würden, inwieweit Ihr Haus hier inzwischen tätig geworden ist, oder ob Sie Interesse an einem persönlichen Gespräch haben, in welchem auch alle einschlägigen Unterlagen zur Verfügung gestellt werden können..

 

Dr. Fuellmich, LL.M.
– Rechtsanwalt –

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