info@263stgb.com
+49 551 209120

Quellen

Deutsche Bank – verantwortlich für die Lügen ihres Zeugen

Vor einigen Wochen haben wir hier auf ein aktuelles Zivilverfahren gegen die Deutsche Bank verwiesen. In dem Beitrag heißt es gleich zu Beginn:

„Dieses Verfahren hat das Zeug, den Wendepunkt für alle Rechtsstreite zu definieren und der Öffentlichkeit vor Augen zu führen, wie perfide und dreist die Deutsche Bank seit ca. 2003 in hunderten von Prozessen gelogen hat.“

Dieser Satz kann ohne weiteres wie folgt ergänzt werden

„… gelogen hat und noch heute lügt.“

Bei einer zum oben genannten Zivilverfahren angeordneten Beweisaufnahme am 17.07. wurden zwei Deutsche Bank Mitarbeiter geladen und vernommen. Beide sind als Zeugen schon sehr häufig gehört worden. Sie sind durchaus gerichtserfahren, wissen um das grundsätzliche Thema dieser Prozesse und bestätigen weitestgehend nur noch ihre Aussagen aus anderen Beweisaufnahmen, denn natürlich sind all diese Vollmachtsfälle der Deutschen Bank vergleichbar.

Die absolut unstrittige Faktenlage lautet in diesem Verfahren wie folgt:

Am 31.12.1991 wurde das Darlehen ausgezahlt und es gab bereits am selben Tag üppige Überweisungen an Dritte.
Die Verträge sind mit Datum 31.12.91 durch die Deutsche Bank und durch den von der Darlehensnehmerin bevollmächtigten Treuhänder gezeichnet.
Auch in dem sogenannten Darlehensbestätigungsschreiben erklärt die Deutsche Bank ihrer Darlehensnehmerin, dass ihr seit dem 31.12.1991 ein Darlehen zur Verfügung steht.

Die Deutsche Bank, konkret ihr Rechtsanwalt Salger, behauptet in diesem Verfahren dennoch, dass der Vertrag erst am 14.04.1992 geschlossen wurde. An diesem Tag erhielt die Darlehensnehmerin alle Unterlagen zugestellt.

Das ist schon ziemlich dreist.

Dennoch, das OLG Frankfurt/M. wollte in der Beweisaufnahme folgende Fragen geklärt haben:

  • Hatte der Darlehensnehmer selbst bei diesen Vollmachtsgeschäften überhaupt etwas mit dem Darlehensvertragsschluss zu tun, oder wurde er bloß noch im Nachhinein über den längst, durch seinen extra dafür bevollmächtigten Treuhänder, geschlossenen Vertrag informiert?
  • Begann die Laufzeit des Darlehens und die Zinsberechnung am 31.12.1991 oder erst am 14.04.1992?
  • Musste die die Deutsche Bank ihr Kreditrisiko am 31.12.1991 oder erst am 14.04.1992 refinanzieren, also absichern?
  • War es bei der Deutschen Bank üblich oder wenigstens zulässig, Darlehensvaluta auszuzahlen, ohne dass ein Darlehensvertrag existiert, etwa als „Vorabauszahlung“ in der Hoffnung darauf, dass später irgendwann einmal ein Vertrag geschlossen wird?

Beide Zeugen erklärten übereinstimmend, dass die Darlehensnehmerin bei diesen Vollmachtsgeschäften natürlich nichts mehr mit dem Vertragsschluss zu tun hatte, weil dieser Vertragsschluss ja durch die extra dafür bevollmächtigten „Treuhänder“ herbeigeführt werden sollte.
Beide Zeugen bestätigten auch, dass die Laufzeit des Darlehens und die Zinsberechnung am 31.12.1991 begann.
(Das Protokoll der Beweisaufnahme kann hier nachgelesen werden.)

Danach trennen sich die inhaltlichen Aussagen der beiden Zeugen.

Wohlgemerkt sind beide Mitarbeiter der Deutschen Bank.
Gegen einen von den Beiden ermittelt jedoch bereits die Staatsanwaltschaft wegen uneidlicher Falschaussage und Meineides.
Dieser Deutsche Bank Mitarbeiter ist der einzige aller bisher gehörten Zeugen in all den hunderten von Verfahren, der in der Vergangenheit vor Gericht behauptete, bei der Deutschen Bank gab es “Vorabauszahlungen auf Darlehen”.
Niemand, auch kein weiterer Mitarbeiter der Deutschen Bank behauptet diesen Unsinn. Deshalb wird gegen diesen Mann ermittelt und zweifellos auch deshalb hat er sich in der jüngsten Vergangenheit mit dieser dummen Lüge vor Gericht auch zurückgehalten.

Übrigens, das Strafmaß bei Meineid ist eine Gefängnisstrafe von nicht unter einem Jahr.

Die der Wahrheit sich verpflichtet fühlende Mitarbeiterin der Deutschen Bank, bestätigte während der Beweisaufnahme vollständig den Vortrag der Geschädigten. Sie tat dies ebenso, wie es in der Vergangenheit in vielen weiteren Rechtsstreiten sie es selbst und alle ihre Deutsche Bank Kollegen bereits getan hatten.
Sie bestätigte, dass die Deutsche Bank ihr Kreditrisiko am 31.12.1991 refinanziert haben musste, und dass es nicht zulässig war, Darlehen auszuzahlen, ohne dass ein Vertrag geschlossen war.

Der andere Deutsche Bank Mitarbeiter, wohlgemerkt der einzige der Zeugen, gegen den wegen Falschaussage ermittelt wird, musste zwar zugestehen, dass die Laufzeit und die Zinsberechnung am 31.12.91 begonnen hatte und die Darlehensnehmerin am 14.04.92 nur noch über den Vertragsschluss informiert wurde.
Er behauptete aber dennoch in völligem Widerspruch dazu, dass der Darlehensvertragsschluss erst am 14.04.1992 erfolgte.

Daraufhin wurde die Beweisaufnahme abgebrochen.
Für den offensichtlichen Lügner der Deutschen Bank gibt es eine Wiederholung der Beweisaufnahme, diesmal unter Eid beim zuständigen Richter in Frankfurt/M.

Ob es tatsächlich zu dieser Beweisaufnahme kommt, ist aber noch fraglich.

Die Deutsche Bank, oder vielmehr ihr prozessbevollmächtigter Anwalt Salger, steht mit dem Rücken zur Wand. Diese Beweisaufnahme wird keine seiner abenteuerlichen Konstruktionen von “Vorabauszahlungen auf Darlehen” stützen.
Ganz im Gegenteil, am Ende werden die von ihm verbreiteten Lügenmärchen über Vorabauszahlungen auf Darlehen entlarvt und er bzw. die Deutsche Bank der Täuschung überführt sein.

Und so scheint es nicht unwahrscheinlich, dass die Deutsche Bank auch hier die Reißleine zieht.

Auch in diesem Zivilprozess kann die Deutsche Bank das Verfahren für beendet erklären, indem sie am Gerichtsstandort der Klägerin eine „höherrangige“ Zahlungsklage gegen sie einreicht.
Die Hintergründe hierzu sind am Beispiel eines anderen Verfahrens schon einmal erklärt worden.
Das bringt die Deutsche Bank, oder besser den für sie tätigen Anwalt Salger, aber in eine mindestens ebenso misslige Lage.

An dem dann gültigen Gerichtsstandort Berlin ist er in der Beweislast. Und dann muss er beweisen, dass es bei der Deutschen Bank “Vorabauszahlungen auf Darlehen” gab.

Die Antwort darauf pfeifen mittlerweile schon die Spatzen von den Dächern.

Fast schon tragisch ist bei alledem die Rolle des einen Deutsche Bank Zeugen, der, warum auch immer, die Gerichte mit hanebüchenden und absolut widersprüchlichen Aussagen täuscht.
Hier lässt sich jemand offensichtlich aus vermeintlicher Loyalität und falsch verstandenem Pflichtgefühl missbrauchen und merkt nicht, wie sehr er sich selbst dabei in aller größte Schwierigkeiten bringt.
Wäre die Deutsche Bank ein verantwortungsvoller Arbeitgeber, müsste sie deutlich intervenieren, auch zum Schutze ihres Mitarbeiters und auch obwohl dessen Lügen erst den Boden für diesen Skandal bereitet haben.
 
 
 

0 Comments

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. weitere Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close