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Der Fall S. wird zur Zäsur

Der Sommer wird heiß. Zumindest in den Gerichtssälen.
Zahlreiche Deutsche Bank Fälle sind für die kommenden Wochen und Monate terminiert, unter anderem auch Rechtsstreite gegen einen prozessbevollmächtigten Anwalt der Deutschen Bank, der mutmaßlicher Ideengeber der „Vorabauszahlungen mit Rückbuchungsermächtigungen“ war.

Ein echte Zäsur wird aber der Fall S. gegen die Deutsche Bank sein.

Dieses Verfahren hat das Zeug, den Wendepunkt für alle Rechtsstreite zu definieren und der Öffentlichkeit vor Augen zu führen, wie perfide und dreist die Deutsche Bank seit ca. 2003 in hunderten von Prozessen gelogen hat.

Als das Landgericht Hechingen am 17.03.15 klarstellte, dass die Darlehensverträge unter keinen Umständen erst mit der Zustellung der Verträge beim Darlehensnehmer rechtswirksam werden konnten, weil eben in allen Fällen gleichermaßen ein bevollmächtigter Treuhänder für den Vertragsschluss zuständig war, brach der Deutschen Bank das Fundament ihrer Lügen weg.

Jetzt ist nur noch zu klären: Wenn der “Zugang der Unterlagen beim Kunden” nicht das Vertragsschlußdatum markiert, was markiert es dann: Etwa doch das den Kunden schriftlich völlig korrekt von der Deutschen Bank mitgeteilte und auch auf dem Darlehensvertrag der Deutschen Bank zu findende Datum der “Einräumung des Kontokorrentkredites”?

Wir erinnern uns: Bis ca. 2003 erklärte die Deutsche Bank vor Gericht wahrheitsgemäß und im Einklang mit dem geltenden Recht, dass die Bereitstellung der Darlehenssumme, also die Einräumung eines Kontokorrentkredites, den rechtswirksamen Vertragsschluss markierte.
Als ihr dann später klar wurde, dass ihr bei der Bereitstellung der Darlehensbeträge meistens keine vollständigen Unterlagen vorlagen und die Verträge damit nichtig wurden, änderte die Deutsche Bank ihren Vortrag und argumentierte fortan in allen Fällen, dass erst die Zustellung der Verträge beim Darlehensnehmer das Datum des Vertragsschlusses sei. “Vortrag ändern” bedeutet hier aber nichts anderes als dass die Deutsche Bank ausnahmslos überall vor den Gerichten log.

Die davor erfolgte Auszahlung der Valuta, die Vereinnahmung von Zinsen und selbst die Auszahlung von Darlehensgeldern an Dritte erklärte die Deutsche Bank dann mit dieser obskuren Konstruktion von „Vorabauszahlungen mit Rückbuchungsermächtigungen“. Das war der Beginn des systematischen Prozessbetruges der Deutschen Bank.

Kein Zeuge, auch kein Deutsche Bank Mitarbeiter hat in den letzten Jahren bei gerichtlichen Beweisaufnahmen die Möglichkeit von Vorabauszahlungen bei der Deutschen Bank bestätigt, alle haben ausdrücklich erklärt, so etwas habe es nicht gegeben!

Und nun kommt das Verfahren der Frau S.
Die Urkundenlage ist in dieser Sache so sonnenklar, dass das gesamte Verfahren schon einem Harakiri der Deutschen Bank gleicht.
Unstrittig ist in diesem Fall die Bereitstellung der Darlehenssumme zum 31.12.1991, dem Datum der Einräumung eines Kontokorrentkredites. Ebenfalls unstrittig, dass heißt auch von der Deutsche Bank nicht in Zweifel gezogen, ist die Auszahlung von mehr als 35.000 DM aus dem gewährten Kontokorrentkredit an Dritte noch am 31.12.1991.
Dennoch behauptet die Deutsche Bank, dass der Darlehensvertragsschluss erst am 18.04.1992 erfolgte.

Nun wird am 17.07.15 genau zu diesen Themen, also sehr konkret und präzise zum Datum des Vertragsschlusses, zu Vorabauszahlungen, möglichen Rückbuchungsermächtigungen, Beginn der Laufzeit, etc. eine Beweisaufnahme gemacht.

Die beiden Deutsche Bank Zeugen, die am 17.07.15 gehört werden sollen, haben sich wie auch weitere ihrer Kollegen, bereits in der Vergangenheit in einer Vielzahl von Verfahren zu diesen Themen geäußert.

Bleiben die Zeugen bei dem grundsätzlichen Tenor ihrer Aussagen, ist das Spiel für die Deutsche Bank endgültig aus. Dass die Zeugen plötzlich das Gegenteil ihrer eigenen – mehrfach vor Gericht wiederholten – früheren Aussagen zu Protokoll geben werden und damit auch die eigenen früheren Aussagen, wie auch die gleichlautenden früheren Aussagen ihrer Kollegen als Falschaussagen bezeichnen, ist nicht vorstellbar.

Und damit muss niemand große hellseherische Kräfte entwickeln, um vorauszusehen, dass dieses Verfahren S. gegen die Deutsche Bank die Lücke schließen wird, die das Landgericht Hechingen noch gelassen hat.
Denn in dem Urteil von Hechingen ist offen geblieben, welche Anknüpfungstatsache (“Einräumung des Kontokorrents”?) den tatsächlichen Vertragsschluss markierte.
Das LG Hechingen brauchte nur festzustellen, dass die Anknüpfungstatsache “Zugang der Unterlagen beim Kunden” definitiv falsch ist, weil der Kunde wegen der von ihm erteilten Vollmacht weder nach der Vorstellung der Deutschen Bank, noch nach der Vorstellung des Kunden irgendetwas mit dem Vertragsschluss zu tun haben sollte. Denn er hatte ja den Vertragsschluss an seinen Treuhänder delegiert.
Deshalb informierte die Bank den Kunden mit der Zusendung der Unterlagen auch im Falle S. nur noch rund 3 1/2 Monate nach dem tatsächlichen Vertragsschluss hierüber.

Prinzipiell bleibt tatäschlich nur noch eine Anknüpfungstatsache für den Vertragsschluss übrig, nämlich die Bereitstellung der Darlehenssumme in Form der Einräumung eines Kontokorrentkredites durch die Deutsche Bank und damit genau der Zeitpunkt, den die Deutschen Bank vor 2003 und ihren Einstieg in den Prozessbetrug selbst noch wahrheitsgemäß als Vertragsbeginn definiert hat.

 

buy gabapentin otc can you buy prednisone online Nachtrag 1: Im Fall S. wurde dem gesamten Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Bank der Streit verkündet. Nun müssen sich die Damen und Herren aus dem Deutsche Bank Management positionieren und erklären. Unterstützen sie den Betrug der Deutschen Bank und treten dem Streit auf Seiten der Deutschen Bank bei. Oder treten sie auf Seiten von Frau S. dem Verfahren bei und leisten ihren Beitrag zur Aufklärung des Prozessbetruges.

Nachtrag 2: Die Deutsche Bank hat gegen das Urteil aus Hechingen Berufung eingelegt. Das typische Spiel auf Zeit der Deutschen Bank. Oder ist es vielleicht doch die Angst vor dem unausweichlichem Harakiri?

 
 

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