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Quellen

Die Einflüsterer der Deutschen Bank

Am 15.07. werden wir also erfahren, wen sich die Deutsche Bank zukünftig auf Georg Thomas Platz im Aufsichtsrat wünscht.
Entscheiden muss dann, übrigens nach freiem Ermessen, das zuständige Registergericht in Frankfurt.

Wer sich mit diesem Prozedere und insbesondere mit dem Aktiengesetz nicht sonderlich gut auskennt, konnte in den letzten Tagen einiges dazulernen.

Zunächst einmal berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass die Deutsche Bank sich laut Aktiengesetz schon reichlich viel Zeit für die Nachfolgersuche genommen hat. Immerhin fordert das Gesetz die „unverzügliche“ Neubesetzung der Vakanz im Aufsichtsrat.

„Der Vorstand ist verpflichtet, den Antrag unverzüglich zu stellen … „

Zudem war zu erfahren, dass dem Gericht schon seit langem ein Antrag und Vorschlag für die Neubesetzung vorliegt.

Der Deutsche Bank Aktionär und erfahrene Jurist Dr. Bohndorf brachte sich selbst ins Spiel, nachdem klar war, dass die Deutsche Bank weder einen „Wartekandidaten“ hatte noch auf der Hauptversammlung einen Nachfolger präsentieren konnte.
Immerhin, bereits Ende April schmiss Georg Thoma als Chef des Integritätsausschusses hin und kündigte zum Ende Mai seinen Austritt aus dem Aufsichtsrat an. Auf der Hauptversammlung am 19.05. lies er sich schon nicht mehr blicken.

Das Frankfurter Registergericht kam wegen des Antrags des Aktionärs Bonndorf in die Bredouille und mit ihm die Deutsche Bank.
Dr. Bohndorf’s Antrag erforderte „rechtmäßiges Handeln“.
Schließlich gab es einen richterlichen Beschluss, der den 15.07. als letzten Termin für einen Vorschlag der Deutschen Bank datierte. Nennen wir es „Fristsetzung“.

Nachdem weitere Medien den Bericht in der Süddeutschen Zeitung zitierten, meldete sich am Montagnachmittag das Leib und Magen Blatt der Deutschen Bank, die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) zum Thema.
Und der geneigte Leser bekam eine Lehrstunde aus der Rechtsabteilung der Deutschen Bank geboten.
Zusammengefasst war zu erfahren, dass für die Deutsche Bank unverzüglich gleichbedeutend einer 3-Monats-Frist ist und „bei allem Respekt“ kein schnödes Registergericht setzt die gefährlichste Bank der Welt unter Zugzwang, denn die Deutsche selbst habe ja den Termin 15.07. bestimmt.

„Vielmehr hat die Bank dem Gericht den 15. Juli als Termin genannt und dieser Termin wurde vom Gericht akzeptiert.“

Das ist die subtile Botschaft in dem FAZ-Artikel: Die Gerichte machen, was die „Deutsche“ ihnen flüstert! Verstanden!?

Denn was hat es noch für einen Informationswert, wer für dieses Datum der Urheber ist? Fakt bleibt, die Bank ist zu spät mit ihrem Vorschlag am 15.07. – um Wochen – also viel zu spät für ein unverzügliches Handeln.

Übrigens, ganz gleich wen das Gericht bestellt. Noch vor der ersten Aufsichtsratssitzung Ende Juli wird auch dieser neue Aufsichtsrat von uns alle Informationen zum prozessbetrügerischen Handeln der Deutschen Bank in den auf 263StGB.com beschriebenen Treuhandfällen in seiner Post haben. Und dann liegt es an ihm, diesen Betrug zu decken, wie es alle anderen Aufsichtsräte durch Unterlassung ihrer Aufklärungspflichten tun oder ob er Compliance, also regeltreues Handeln, tatsächlich als seine Pflicht versteht.

Umso mehr sollten wir uns alle einen Aufsichtsrat für diese Bank wünschen, der nicht im Filz der Banker-Netzwerke verfangen ist.

Doch ob das Registergericht bei der Ausübung „eigenem Ermessens“ das auch so sieht?

 

 

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