info@263stgb.com
+49 551 209120

Quellen

Die Deutsche Bank macht jetzt wirklich ernst mit dem Kulturwandel. Sie wird aufrichtig, ehrlich, berechenbar und endlich wieder authentisch. Sie schafft „Leistung aus Leidenschaft“ ab. Schluss mit den billigen Werbesprüchen, die den Kunden nur täuschen und falsche Erwartungen wecken. Und die Deutsche Bank ist dabei so konsequent, dass sie sogar erwägt, diesen Werbespruch durch nichts zu ersetzen. Respekt!

Die britische Finanzaufsicht (FCA) hat sich von derart plumpen Aussagen noch nie einlullen lassen und attestierte der Deutschen Bank schon im März schwerwiegende Versäumnisse im Umgang mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Sanktionsverstößen. Man könnte fast glauben, die Briten wollen der Deutschen Bank ihr Geschäftsmodell kaputt machen. Aber von Manipulationen war im Bericht der FCA ja nicht die Rede.

Diese thematisiert eine rührige, von manchen auch als verrückt bezeichnetet,  italienische Staatsanwaltschaft. Die will nämlich Marktmanipulationen der Deutschen Bank erkannt haben und ermittelt nun gegen die Bank.
In den USA war man schon wieder weiter. Dort kostete die Manipulation des Marktes für sogenannte Zinsswaps die Deutsche Bank mal wieder einen Millionenbetrag.

Wie ruhig es doch dagegen im Heimatmarkt der Deutschen Bank ist?!
Hier stand die Deutsche Bank erstmals im Windschatten der kleinen Commerzbank. Nach Cum-Ex Geschäften kochten nun die Cum-Cum-Deals hoch, bei denen die Commerzbank, frei jeder Moral, den Staat beschissen hat.
Doch kein Beschiss mit Cum-Cum ohne die Deutsche Bank, da können sich alle sicher sein.

Die BaFIn, die sich nun schon bald als Verbraucherschützer gerieren will, prüft nach fast einem Jahr, ob der CEO-Wechsel bei der Deutschen Bank im Juni letzten Jahres nicht vielleicht doch einen Tick zu spät veröffentlicht wurde. Immerhin wußte es das Wall Street Journal schon zwei Stunden vor der öffentlichen Bekanntgabe.
Papperlapp, mault die Deutsche Bank ganz typisch, war doch eh ein Sonntag und die Börsen waren geschlossen. Auch wenn davon nichts im Regelbuch für rechtzeitige Mitteilungen und Veröffentlichungen von börsennotierten Unternehmen steht, gut möglich dass die „Verbraucherschützer“ der BaFin es der Deutschen Bank noch mal durchgehen lassen. Immerhin, man höre und staune, sieht die BaFin die Deutsche Bank auf dem richtigen Weg. 

Auf soviel „Sehschwäche“ konnte ein Ex-Mitarbeiter der Deutschen Bank in London nicht hoffen. Er wurde von einem ordentlichen Gericht zu 4,5 Jahren Haft wegen Insiderhandels verurteilt.
Ein ganz anderes Verfahren am Arbeitsgericht in London beendete die Deutsche Bank dann doch lieber mit einem großzügigen Vergleich. Zu pikant wären die Inhalte des Verfahrens geworden.

Sodann bestimmte die Hauptversammlung der Deutschen Bank die Meldungen in den Medien.
Vorher zeigte Deutsche Bank Aufsichtsratsmitglied Kagermann dem Manager Magazin und der Öffentlichkeit noch was er von der freien Presse und kritischer Berichterstattung hält. Findet er nämlich doof und sagte aus diesem Grund den Empfang einer „Ehrung“ ab. Ganz klar, er hat sie auch nicht verdient.

So wie die Medienvertreter die Auftritte der Aktionäre auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank mehr oder weniger liebevoll als „Folklore“ bezeichnen, verdient auch so manche Berichterstattung vor der Hauptversammlung keinen anderen Namen.
Da gab es wieder die typischen PR-Gespräche mit einzelnen Vorständen. Den Auftakt machte Marcus Schenck in der Welt, gefolgt von Kim Hammonds in der FAZ, die „altertümliche IT“ auf Vordermann bringen will, und nicht zu vergessen, das 24 Stunden Portrait von John Cryan im Handelsblatt. „Riding with the King“ oder das Heldenepos in der Süddeutschen Zeitung. Grandios überflüssig!

Handfester waren dagegen die auch typischen Meldungen zum Abstimmungsverhalten der prominenten Aktionärsvertreter.

Die Hauptversammlung der Deutschen Bank als solche, war dem Handelsblatt und dem Manager Magazin einen Liveblog wert. Blöd nur, dass dieser mit Beginn der „Folklore“, nämlich den Redebeiträgen der Einzelaktionäre, endete. Wer will schon dem Volk auf’s Maul schauen?!
Schade, den so brav wie das Abstimmungsverhalten der Aktionäre sich dann zeigte, war die Generaldebatte bei weitem nicht.
Das Vorstand und Aufsichtsrat mit besseren Ergebnissen entlastet wurden als im letzten Jahr erstaunte doch: Immerhin schafften das einige (Siehe Jain, Krause, usw.) ohne dass sie überhaupt gearbeitet haben.
Schmerzhaft war sicher für die verbliebenen und neuen Vorstände der Boykott gegen ihr neues Bonussystem. Das muss jetzt nochmal gegengelesen werden.
Aber ob sich dafür jemand findet, der die Selbstbedienungsmenatlität der Deutsch Banker nicht teilt?
Das scheint schwierig. Denn nicht nur der Vorstand versteht es, die Bank von innen auszurauben. Mitarbeiter der Deutschen Bank sollen privat Millionen abgezweigt haben. Nun muss die Bank auch noch intern ermitteln.

Und was macht Jürgen Fitschen, der freigesprochene Sauberbanker, der doch eigentlich in Rente sollte oder wollte: Der bleibt nun doch! Als „vielleicht“ Ehrenpräsidenten! Titelgeil sind sie natürlich auch.

Solche Postenschieberei interessierte die Ratingagentur Moody’s sicher nicht, als sie bereits das zweite Mal in kurzer Zeit den Daumen über der Deutschen Bank senkte. Noch zwei Stufen bis zum Ramsch, die Deutsche Bank rauscht weiter in den Keller.
Auch im Vergleich zu ihren Wettbewerbern im Finanzgeschäft steht die Bank schlechter da: Im Devisenhandel fällt sie auf Platz vier zurück

Die Skandale sterben derweilen nicht aus, manche werden sogar wiederbelebt. So kommt Libor noch einmal auf den Tisch. In den USA sind Klagen dazu zugelassen worden.
Ebenfalls in den USA wird der Manipulation bei Auktionen mit US-Staatsanleihen nachgegangen. Und natürlich hat man die Deutsche Bank im Fokus der Ermittlungen.

 

0 Comments

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. weitere Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close