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Quellen

Will man die Meldungen über die Deutsche Bank im Monat März in nur einem Wort zusammenfassen, dann lautet diese Wort ganz sicher „GELD“.
Ist ja irgendwie auch normal bei einer Bank wie der Deutschen, oder?!

Den Anfang machte die Nachricht, dass die Deutsche Bank ihren Mitarbeitern die Bonis streicht. Ganze 15 % weniger sollen es für das Jahr 2015 sein. Das Jahr in dem die Deutsche Bank stolze 6,8 Mrd. Euro Verlust gemacht hat. Die Vorstände bekommen deshalb 2015 bekanntlich überhaupt keinen Bonus.
Deutsche Bank Co-Chef-Fitschen hat diese „Nullrunde“ gleich so verinnerlicht, dass er sich in seinem Münchner-Strafverfahren wegen Prozessbetruges schon mal pauschal richtig arm gerechnet hat.

Damit aber trotz des enger geschnallten Gürtels bei der Deutschen Bank und all der schlechten Nachrichten, die CEO John Cryan seit seiner Machtübernahme über die Deutsche Bank verkündet hat, nicht plötzlich alle Angestellten kündigen, wechselte Cryan „die Tonspur“ und verbreitete Optimismus: „Der Pfad ist klar, wir werden eine kapitalstärkere und risikoärmere Bank sein.“, gab er Anfang März zum Besten.
Einige Journalisten machten daraus ein „Lieber solide als sexy“
Das könnte dem Laden auch gut stehen, doch mal ehrlich, wann war die Deutsche Bank jemals sexy?
Der oberste Gerichtshof von Großbritannien fand es in jedem Fall nicht sexy, wie die Deutsche Bank vor zwölf Jahren mit üblen Steuertricks den Fiskus umgangen hat und urteilte prompt gegen das Bankhaus. Das monetäre Ergebnis: Ein 50 Millionen Pfund Strafgeld gegen die Deutsche Bank.
Richtig mies ist das Engagement der Deutschen Bank bei der Finanzierung der Kohleförderung in den USA. Dort werden ganze Bergkuppen weggesprengt, um an die Rohstoffe zu gelangen. Mountaintop Removal Mining nennt man diesen Umweltterrorismus und die Deutsche Bank verdient damit richtig „Kohle“.

Am 11.03. gab es dann den offiziellen Deutsche Bank Geschäftsbericht 2015. Fast 500 Seiten reichlich Lesestoff. Ein Drama mit Fortsetzung, denn bei der Veröffentlichung warnte das CEO-Doppelpack Fitschen und Cryan schon mal vor den Ergebnissen des 1. Quartals 2016.
Ein paar Tage später, der gute Cryan hatte derweilen sicher schlaflose Nächte gehabt, weil die ewig optimistische Journaille schon wieder nichts verstanden hat, stellt Cryan und sein Finanzvorstand Schenck dann klar, dass es in Sachen miese Aussichten bei der Deutschen Bank nicht um das 1. Quartal 2016 geht sondern um 2016  – das ganze Jahr. Und weil die Menschen die Dramatik lieben, baute CFO Schenck noch eine kleine Geschichte drumrum: Die ersten zwei Monate waren im Bankensektor die schlechtesten Anfangsmonate eines Jahres, die ich persönlich erlebt habe. sagte er der Börsen-Zeitung. Hoffentlich lagen Taschentücher aus.
Tja, und während manche nur mit einem halben Ohr zuhören, sind andere wiederum besonders aufmerksam. Die Ratingagentur Moody’s gehört zu letzteren und prüft bei diesen Geschäftsaussichten schon mal eine weitere Herabstufung der Deutschen Bank in Richtung Ramsch.

„Die Sünden der Deutschen Bank“ nennt probono.tv den Video-Beitrag in seinem Magazin. Die „Sünden“ sind in der Regel verabredeter und gemeinschaftlicher Betrug. Dennoch sehenswert!

Autsch, das hat gesessen.
Und wetten, die smarten Jungs und die paar Mädels aus den Frankfurter Zwillingstürmen fühlen sich jetzt auch noch ungerecht behandelt. Was sind schon die paar Skandale!
Immerhin ist die Deutsche Bank z.B. bei den Betrügereien mit Cum-Ex-Deals nur in einer Nebenrolle aufgetreten, hat quasi nur so aus Versehen ein bissel mit verdient an dem Betrug.
Außerdem will man doch bis Ende 2016 den „10-Milliarden-Russland-Geldwäsche-Skandal“ beenden. Co-CEO Fitschen hält das für super wichtig, weil ja keiner weiß, was das bisschen Geldwaschen dort kosten wird. Übrigens kann das Pi-mal-Daumen nicht einmal die Deutsche Bank einschätzen.
Apropos Fitschen: Auch sein Strafverfahren nährt sich mit dem ersten Jahrestag dem vorläufigen Ende.

Das sind doch alles gute Nachrichten, werden die Deutsch-Banker maulen und nicht verstehen, dass sie auch noch eine schlechte Presse bekommen, wenn sie schon mal ganz bankentypisch ein paar Dollar verleihen. Donald Trump? Wer ist Donald Trump?
Und immerhin hat die britische Behörde für Wirtschaftsverbrechen ihre Ermittlungen gegen die Deutsche Bank eingestellt. Zu möglichen Devisen-Tricksereien fehlen den Ermittlern die Beweise. Die Amerikaner sehen das bislang anders und ermitteln in dieser Angelegenheit weiter gegen die Bank.

Kommen wir zum Personal.
Deutsche Bank Vorstand Christian Sewing ist damit beauftragt ein paar tausend Mitarbeiter zu kündigen. Damit er dabei nicht so kapitalistisch rüberkommt, hat er ein paar O-Töne in Interviews zurück gelassen. „Wenn mir Stellenabbau nicht mehr wehtut, dann bin ich kein guter Mensch“ soll er gesagt haben. Nun ja, der Bursche ist der Jüngste im Vorstand der Deutschen Bank, aber das er so infantil ist, war kaum zu vermuten.
Der systematischen Prozessbetrug seiner Deutschen Bank, scheint ihn hingegen rein menschlich nicht zu belasten.

Während dessen werden vier Ex-Mitarbeiter der Deutschen Bank per Haftbefehl gesucht. Sie sträuben sich bislang, vor einem Londoner Gericht zu erscheinen, wo ihnen ab 2017 der Prozess wegen der Manipulationen des Euribor gemacht werden soll.

Zwei weitere Ex-Mitarbeiter sind Damen, beide schon ganz weit oben in der Hierarchie und beide Spezialisten in Sachen Compliance. Für beide scheint es bei der Deutschen Bank nichts mehr zu tun zu geben, den beide werfen (zumindest offiziell) ganz freiwillig hin. Nadine Faruque und Daniela Weber-Rey verlassen die Deutsche Bank in Richtung unbekannt.

Ein schon lange Ex-Vorstand, Rolf Breuer, der arme Hund, der sich bei Bloomberg mit Kirch so verquatscht hat und deshalb schließlich die Deutsche Bank im Jahr 2014 schlappe 927.852.739,72 Euro an Kirchs Erben zahlen musste, dieser Ex-Vorstand muss jetzt ein paar Groschen an die Deutsche Bank zurückgeben. 3,2 Millionen sollen es sein, wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung dafür abstimmen. Übrigens, 90 Mio Euro legt die D&O Versicherung noch drauf.

So richtig passt jetzt der Aufsichtsratschef Paul Achleitner nicht in diese Auflistung.
Denn er darf noch mitspielen bei der Deutschen Bank und scheint es auch ganz doll zu wollen. Bis 2017 sei es ihm erlaubt. Aber dann ist Schluss.
Sagen die, die in Summe gerade am meisten Geld mit der Deutschen Bank verlieren, nämlich deren Großinvestoren.
Das Manager Magazin hat recherchiert und schreibt, dass selbst der Scheich aus Katar keine Geduld mehr mit Paule hat und persönlich von ihm enttäuscht ist.
Schon wieder Autsch.

Das so jemand wie Paul Achleitner so etwas nicht über sich lesen will ist sonnenklar. Gleich nach Ostern kam dann prompt die Richtigstellung aus Katar. Alles sei in bester Ordnung, Paule ist ein Lieber und der Scheich will ihn jetzt auch behalten.
Da kann man schon ins Grübeln kommen, bei so widersprüchlichen Aussagen. Die Zeit wird es zeigen. Das Manager Magazin bleibt bei seiner Einschätzung und setzt im aktuellen April Heft noch eins drauf.
CEO Cryan mag nämlich Paule auch nicht mehr leiden und distanziert sich schon mal von seinem Chefaufseher.

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