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Quellen

Was für ein Monat für die Deutsche Bank!
Zunächst begann alles wie üblich: Die Deutsche Bank zahlte weiter ihre Strafgelder, um sich aus dem Würgegriff der Ermittler zu befreien und um zumindest ein paar kriminelle Aktivitäten ad acta zu legen.

Bei ehemaligen Mitarbeitern der Deutschen Bank funktionierte die Scheck-Buch-Lösung nicht.
Zwei von ihnen sind wegen der Libor-Manipulationen in den USA angeklagt worden.
Und in Deutschland gab es hohe Strafen wegen der CO2-Betrügereien. Ein Mitarbeiter muss für drei Jahre in Haft, fünf weitere erhielten Bewährungsstrafen. Das ist schon heftig für deutsche Verhältnisse, zumal die Bank als Arbeitgeber und Aufsicht komplett versagt hat und somit natürlich auch Verantwortung trägt.

In Deutschland brachte die Bank zum Monatsbeginn 2,9 Millionen Kunden gegen sich auf. Ein Fehler in der IT verdoppelte alle Buchungen von Online-Kunden, was zum Monatsanfang besonders die Kunden traf, die ihre wiederkehrenden Abbuchungen nun doppelt sahen. Typisch Deutsche Bank wurde dieser Fehler auch noch saumäßig kommuniziert. So behaarte die Deutsche Bank auf der Aussage, es handele sich nur um ein „Darstellungsproblem“ und nicht um Buchungen. Wenig später gab es dann Stornobuchungen gegen das Darstellungsproblem.
Es ist schon zu merken, wie lästig der Deutschen Bank der schnöde heimische Kunde wird. Viel lieber engagiert sich die Bank bei solchen Typen wie Donald Trump. Dem gewährte sie Kredite in schwindelerregender Höhe, während andere Banken sich längst zurückgezogen haben.
Und wenn Trump dann doch nicht US-Präsident wird – kein Problem, denn im Lager der Demokraten ist die Bank bei Hillary Clinton schon bestens aufgestellt.
Auch bei den Chinesen will die Deutsche in Zukunft punkten. Natürlich nur bei denen mit ordentlich Schotter. Die sind ja bekanntlich auch weit weg und wissen vielleicht nicht so genau um den Niedergang des größten deutschen Kreditinstitutes.
In Deutschland schließt das Geldhaus derweil schon mal jede vierte Filiale. Alternativlos selbstverständlich, auch in Berlin. Der Regierende Bürgermeister von Berlin scheint noch nicht zu wissen, dass ein Appell an die Verantwortung der Bank einfach Blödsinn ist.
Verantwortung und Deutsche Bank passen nun wirklich nicht in einen Satz.

Weil die Deutschen Bank an der Börse wahrscheinlich schon bald als Pennystock gehandelt wird, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie aus einem wichtigen Index fliegt. Im Stoxx Europe 50 ist sie bereits das kleinste Mitglied.

Und dann kam auch noch der Brexit.
George Soros, ein amerikanischer Großspekulant hatte mit der Deutschen Bank unmittelbar nach der Brexit-Entscheidung ein paar schöne Stunden, in denen er Millionen verdiente. Er wettete gegen die Deutsche Bank und setzte dafür 100 Millionen ein.
Erkennen Sie die Dualität. Die Deutsche Bank, deren Investmentabteilung in den letzten Jahren den größten Beitrag zum Umsatz der Bank leistete, wird nun selbst zum Spielball für Spekulanten.

Bafin-Chef Hufeld hatte noch vor der Brexit-Abstimmung orakelt, dass den größten Banken die größten Probleme drohen. Daran hat er sich bestimmt einige Tage später erinnert. Als ganz überraschend die Briten tatsächlich für den Brexit gestimmt haben, war es ihm äußerst wichtig der größten Bank zu attestieren: „Die Deutsche Bank ist sicher“.

Aber natürlich ist sie das. Noch.
Denn auch der Internationale Währungsfond (IWF) hat erkannt, dass die Deutsche Bank das weltweit größte externe Risikopotenzial hat.
Und als ob es einer Bestätigung bedurfte, ist die riskanteste Bank der Welt, die Deutsche Bank, zum zweiten Mal in Folge durch den Stresstest der FED geflogen. Qualitative Mängel, miserables Risikomanagement – so liest sich das dann.

Schließlich endete der Monat wie er begann, mit einen weiteren Strafgeld.
Die US-Bankenaufsicht FINRA öffnete die Hand, weil die Bank über Jahre falsche und veraltete Daten lieferte.
Das ist wie der nicht bestandene Stresstest nicht nur peinlich sondern dumm.

Bleibt der Blick zur Börse. Am letzten Tag des Monats Juni war das Tagestief beim Kurs der Deutschen Bank Aktie auch gleichzeitig das Jahrestief.

"Dead Man Working" mag einem bei alle dem vielleicht einfallen. Ein Film, der beim Filmfestival in München schon für Aufsehen sorgte und im November in der ARD zu sehen sein wird. Ein Film über die Deutsche Bank und "den katastrophal gescheiterten Kulturwandel der deutschen Finanzindustrie".

 

 

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