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Quellen

Am Anfang waren die „Panama Papers“. Können Sie sich noch erinnern? Nur einen knappen Monat ist es her, da sollten die Enthüllungen über die dreckigen Geschäfte der Reichen und sicher auch Hässlichen dieser Welt alles in den Schatten stellen, was jemals journalistisch enthüllt wurde. 11,5 Millionen Dokumente, gigantische 2,6 Terabyte an Daten warteten auf ihren Abdruck. 109 Zeitungen, Fernsehstationen und Online-Medien in 76 Ländern starteten koordiniert am 03.04. die Veröffentlichungen.
Ist es da nicht merkwürdig, wie still es nach nur einem knappen Monat um dieses Thema geworden ist?!
Sollte es schon jemand vergessen haben, selbstverständlich hat auch die Deutsche Bank kräftig mitgemacht und immerhin 426 Kunden u.a. nach Panama vermittelt. Natürlich nicht ohne auf die Gesetzmäßigkeit ihres Handelns zu verweisen.
Das sehen die Ermittlungsbehörden etwas anders und prüfen die Verwicklungen der Deutschen Bank genau. In der Schweiz hat die Bank schon mal ein Strafgeld von rund  10 Mio. Euro wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung akzeptiert. In Luxemburg droht ähnliches Ungemach.
Und wir durften zur Kenntnis nehmen, dass das Panama der Deutschen Bank Mauritius heißt. Dort betreibt die Deutsche Bank ganz legal eine Niederlassung und bietet u.a. Optimierung, Verminderung und Vermeidung von lästigen Steuerzahlungen an.

Aus dem Russland-Desaster kommt die Deutsche Bank vermutlich nicht so billig raus. Dort hat die Bank den einsamen kriminellen Weltrekord aufgestellt und in nur 2 Jahren 10 Milliarden Dollar gewaschen. Übrigens geschah dies in den 2 Jahren von 2012 bis 2014 – der Regentschaft von den Co-CEOs Fitschen und Jain und ihrem verlogenen Kulturwandel.
Es geht doch bei der Deutschen Bank längst nicht mehr nur um die Skandale und die Millionen bis Milliarden an Strafen. Echtes Empörungspotenzial hat der bei der Deutschen Bank ausgeprägte unternehmerische Nährboden, der für diese Art von kriminellen Geschäften fruchtbarer nicht sein kann.

Die Ermittlungen gegen die Deutsche Bank wegen der illegalen Gold- und Silberpreismanipulationen beendete die Deutsche Bank mit Vergleichszahlungen. Wieviel Geld dieser Betrug die Aktionäre der Deutschen Bank kostet ist nicht klar.
Auch der Vergleich mit der Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz bleibt in seiner Höhe noch im Dunkeln. Immerhin klagte Schickedanz auf 1,9 Mrd. Euro wegen Falschberatung bei den Oppenheim-Esch-Fonds. Die Vergleichsverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Der Vorstandsvorsitzende John Cryan schickte unterdessen schon mal seinen Co-CEO Jürgen Fitschen los, um über die BILD die Welt wissen zu lassen, dass nun bald Schluss sei mit den bösen Taten der Deutschen Bank.
Fitschen wörtlich: „Wir haben bereits viel geschafft. Bis Jahresende wollen wir wichtige Verfahren abschließen. Klar ist aber auch: Wir müssen alles versuchen, solche Verfahren künftig zu vermeiden.“
Also liebe Leser, so geht das bei der Deutschen Bank. Gesetzestreues Verhalten ist doch zumindest einen Versuch wert. Machen Sie doch sicher auch jeden Tag.
Na und wenn der Versuch mal misslingt, hofft man eben bei der Deutschen Bank, dass es keiner merkt und wenn doch: shit happens, muss eben das Strafgeld aus dem Vermögen der Aktionäre gezahlt werden.
So tickt dieser Mann. Machen Sie sich das mal klar!

Viel Zeit hat Fitschen aber auch nicht mehr, seine sonderbaren gedanklichen Ergüsse in die Welt zu posaunen. Denn eigentlich ist mit der kommenden Hauptversammlung Schluss. Immerhin ist er der Ex-Co von Anshu Jain, der schon letztes Jahr rausflog, und damit mitverantwortlich für mindestens 3 verlorene Jahre ehrlichen Wirtschaftens. Aber es kommt anders. Bei der Deutschen Bank lässt man nämlich seine High-Potentials nicht einfach so gehen. Und wer hätte gedacht, dass ohne Fitschen sich kein Rad mehr dreht bei der Deutschen Bank.

Den lästige Strafprozess wegen Prozessbetruges hat Jürgen Fitschen auf jeden Fall weitestgehend hinter sich. Zuvor hat die Staatsanwaltschaft noch einige Runden gezogen, aber es deutete sich an, auch der Vorsitzende Richter Noll hatte keine Lust mehr an neuen Erkenntnissen. Ob es die Staatsanwaltschaft ernst meint mit einer Revision gegen das Urteil wird sich zeigen.

Zum Monatsende gab es dann noch Ungeheuerlichkeiten von der Deutschen Bank.
Nein, nicht die Quartalszahlen. Die waren mies, also richtig mies. Aber weil sie knapp über den miesen Erwartungen lagen, freuten sich trotzdem einige Spekulanten über diese nach schulischen Kriterien 5+.

Nein, die Ungeheuerlichkeiten trugen sich im Aufsichtsrat der Deutschen Bank zu. Mitglieder, dieses zur Verschwiegenheit verpflichteten Gremiums, motzten ganz unverfroren über die Medien gegen Georg Thoma, ebenfalls Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Bank. Doch Georg Thoma, übrigens einer der versiertesten Wirtschaftsanwälte Deutschlands, hatte noch eine andere wichtige Funktion. Er war bis zum 28.04. als Vorsitzender des Integritätsausschusses der Deutschen Bank für die interne Aufklärung der Skandale der Deutschen Bank verantwortlich.
Und in dieser Funktion war er den anderen Aufsichtsräten einfach zu emsig. Wer will schon Aufklärung? Also zwangen ihn seine Kollegen am 28.04. zum Rücktritt.
Georg Thoma macht gleich tabula rasa und kehrt der Bank zum 28.05. komplett den Rücken.
Noch am 26.04. informierten wie Herrn Thoma abermals und ausführlich über die Brisanz unserer Prozessbetrugsvorwürfe gegen die Deutsche Bank.
Übernehmen wird den Vorsitz im Integritätsausschuss nun zunächst Louise M. Parent. Das ist die Frau im Aufsichtsrat, die schon am 26.07.2015 von uns persönlich über die Prozessbetrugsvorwürfe der Deutschen Bank informiert wurde.
Sehr treffend hat es Yasmin Osman in ihrem Kommentar auf Handelsblatt-Online formuliert: „Der Aufsichtsrat hat sich gerade wegen seiner Geschlossenheit gegenüber Thoma kollektiv befangen gemacht.“
Dem ist nichts hinzuzufügen.

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