info@263stgb.com
+49 551 209120

Quellen

Turbulente Hauptversammlung kündigt sich an

Nur noch knapp 2 Wochen bis zur Hauptversammlung der Deutschen Bank. Die Tagesordnung steht fest. Fristen für Erweiterungen der Tagesordnung und Gegenanträge sind zunächst abgelaufen. Alles weitere wird sich auf der Hauptversammlung zeigen.

Und die wird turbulent, soviel ist schon heute klar.

Große und einflussreiche Aktionärsvertreter haben bereits angekündigt, dass sie die Sonderprüfung zu Schadensersatzforderungen gegen Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Bank unterstützen. Der US-Aktionärsberater Glass Lewis empfiehlt dem Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung zu versagen.

Den systematischen Prozessbetrug der Deutschen Bank thematisieren gleich vier Gegenanträge zur Tagesordnung der Deutschen Bank. Allen diesen Anträgen ist gleich, dass wegen der vollständigen Kenntnis über das betrügerische Vorgehen der Deutschen Bank, dem Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Bank die Entlastung für das Geschäftsjahr 2015 zu verweigern ist.

 

 

Vier Gegenanträge thematisieren den Prozessbetrug

Zunächst beschreibt Jens Kuhn das Thema und erläutert die Zusammenhänge. Hauptaugenmerk ist aber auch schon in seiner Antragsbegründung, das Vorstände und Aufsichtsräte seit langem vollständig informiert sind.

... Es bedarf keiner weiteren Erörterung, dass die Reputation der Deutschen Bank insbesondere an ihrem Heimatstandort Deutschland weiter erheblichen Schaden nimmt, wenn die hier naheliegenden unerlaubten Handlungen in der Prozess­führung der Deutschen Bank in rechtskräftigen Urteilen Ein­zug halten und strafrechtliche Ermittlungen wegen versuchten Prozessbetruges sich erneut gegen Mitglieder des Vorstan­des der Deutschen Bank richten.
Es muss im höchsten Interesse aller Anteilseigener der Deutschen Bank und damit Pflicht der Mitglieder des Vor­standes und Aufsichtsrates sein, diese Vorwürfe aufzuklären und die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu ziehen.
Dass sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat der Deutschen Bank die Vorwürfe bislang gänzlich unkommentiert lassen und sich das prozessuale Vorgehen der Deutschen Bank trotz der konkreten Hinweise auf unerlaubte Handlungen nicht geändert hat, spricht nicht für einen pflichtbewußten Um­ gang mit derart schweren Vorwürfen und korrespondiert nicht mit ihren unternehmerischen Pflichten zum regeltreuen Handeln...

Emilio Radtke-Tiede fasst zudem in drei Punkten zusammen, wie durchschaubar der betrügerische Prozessvortrag der Deutschen Bank in hunderten von Zivilprozessen ist.

... Es deutet sehr viel darauf hin, dass die Deutsche Bank an dieser Argumentation wider besseren Wissens festhält, denn

  1. die Datumsangaben in den Dokumenten und Urkunden in den Kreditakten der Darlehensnehmer sprechen eindeutig für einen rechtskräftigen Vertragsschluss spätestens mit der Bereitstellung der Valuta durch die Deutsche Bank
  2. Deutsche Bank Mitarbeiter, die als Zeugen vor Gericht gehört wurden, bestätigen dass es keine Auszahlungen von Darlehen ohne rechtskräftigen Vertragsschluss bei der Deutschen Bank gegeben hat und auch niemals geben durfte und
  3. die Deutsche Bank selbst vertrat in genau diesen Rechts­ streiten vor 2002/2003 die Auffassung, dass die Auszahlung der Valuta den Darlehensvertragsschluss definierte.

Schließlich errinnert Dr. Reiner Fuellmich in seiner Begründung an den themengleichen Redebeitrag auf der  Hauptversammlung der Deutschen Bank im Jahr 2015.

... Auf der letzten Hauptversammlung am 21.05.2015 hat der damalige Vorstand Stefan Krause auf die Frage der ­Rechtsanwältin ­Sari ­Friehe, ­warum­ die ­D­eutsche Bank in den laufenden Zivilprozessen falsche Tatsachen vorträgt, geantwortet: „Die Deutsche Bank trägt in diesen Prozessen die Tatsachen immer so vor, wie sie sich aus den Akten erge­ben.“

Das war, wie diese im US­-amerikanischen Recht als „smoking gun“ bezeichneten, sich in den Kreditakten befin­denden Beweismittel belegen, eine vorsätzlich falsche Aus­sage. Sie diente offenkundig dazu, den Aktionären das wahre Risiko dieser laufenden Rechtsstreite und dieses Prozessbetruges zu verschleiern. Das wiederum kann nur bedeuten, dass Vorstand und Aufsichtsrat – Paul Achleitner, der seit langem über die Problematik detailliert informiert ist, saß mit auf dem Podium als der Vorstand Krause die Aktionäre falsch informierte – die Prozessbetrugssachen für ebenso gefährlich für die Deutsche Bank hält, wie er es vormals betreffend die LIBOR­ Zinsmanipulationen der Deutschen Bank tat...

Robert Fell spekuliert schon mal ganz bewußt, mit den weiteren Entwicklungen. Denn es ist ausgeschlossen, dass nicht schon in nächster Zukunft ein Zivilgericht den Prozessbetrug erkennt und/oder eine Staatsanwaltschaft auf Grund der Faktenlage nach umfassender Prüfung Ermittlungen einleitet und Anklage gegen die Deutsche Bank, wegen schweren Prozessbetruges erhebt.

Die Urteilsbegründung liegt leider erst in ein paar Tagen vor, aber es wäre eine schallende Ohrfeige für jedes Mitglied
des Vorstandes­ und ­Aufsichtsrates ­der ­Deutsche ­Bank,­ wenn­ das prozessbetrügerische Verhalten der Deutschen Bank darin auch nur gerügt wird.


Die Brisanz dieses Themenkomplexes liegt nicht nur in dem dann wirtschaftlichen Schaden für die Deutsche Bank. Schließlich betrifft es hier in Summe mehrere Tausend An­leger.


Die echte Brisanz ergibt sich aus den hier skizzierten Um­ ständen. Das größte deutsche Kreditinstitut, geschwächt durch Missmanagement und die Verwicklungen in so gut wie jeden internationalen Finanzskandal der letzten Jahre, bedient sich mit Wissen und Duldung der Vorstände und Aufsichtsräte der Deutschen Bank vor deutschen Zivilgerich­ten der Mittel des Prozessbetruges.
 Auf diesen Skandal sollten wir alle verzichten wollen. Wer würde dann wohl diesen Reputationsschaden verantworten?

 

Auch während der Hauptversammlung werden wir sehr deutlich auf den massenhaften und schweren Prozessbetrug der Deutschen Bank hinweisen. Besonders aber wird dabei herausgestellt, mit welcher Ignoranz die Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates mit diesen schweren Vorwürfen umgehen.

Wir werden in jedem Fall gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmen und leidenschaftlich bei allen anwesenden Aktionären darum werben es uns gleich zu tun.

 

Die vollständigen Gegenanträge finden Sie auf der Website der Deutschen Bank. Hier zur Ansicht in deutsch und hier in englisch.

 

 

 

 

0 Comments

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. weitere Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close